ÖSPID-Aktuell

Februar 2021 // Rückblick
Liebe Mitglieder, liebe Freunde, liebe Interessenten. Hier finden Sie unseren aktuellen Jahresrückblick.


Februar 2021 // AUFRUF ZUR PLASMASPENDE!
Wien, 03.02.2021 - Bis zu 40.000 PlasmaspenderInnen leisten für gewöhnlich einen wichtigen Beitrag für die Versorgung mit plasmabasierten Therapien in Österreich. Durch Covid-19 und die damit verbundenen Lockdowns ist die Zahl der Plasmaspenden deutlich zurückgegangen. Dr. Matthias Gessner, Leiter von BioLife Österreich und Vorsitzender der IG Plasma, ruft dringend zur Plasmaspende auf: „2020 ist das durch Spenden aufgebrachte Plasma im Schnitt um rund 50% zurückgegangen, besonders während der Zeiten der Lockdowns. Das hat mittelfristig erhebliche Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit mit plasmabasierten Therapien in Österreich. Da es von der Plasmaspende bis zur fertigen Therapie ein paar Monate braucht, wird der Versorgungsengpass in sechs bis zwölf Monaten spürbar.“ Für Gessner waren viele Menschen verunsichert, ob sie auch im Lockdown Plasma spenden dürfen. „Die Antwort ist klar: die Plasmaspende fällt unter Hilfeleistung für unterstützungsbedürftige Personen, da diese wesentlich für die Versorgungssicherheit im Gesundheitswesen sind.“ Prof. Dr. Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, unterstreicht: „Die Plasmaspende hat in Österreich einen enormen Stellenwert. Daher halte ich es für wichtig, an die Menschen zu appellieren, Plasma zu spenden. Nur so haben wir ausreichend Medikamente für schwer erkrankte Personen und für Menschen, die diese Medikamente unbedingt benötigen.“ SPENDEN-RÜCKGANG FÜR PATIENTINNEN FOLGENSCHWER Blutplasma kann nicht künstlich hergestellt werden. Es ist ein unersetzlicher Rohstoff in der Herstellung von passenden Therapien zur Behandlung von beispielsweise Immundefekten, Blutgerinnungen, schweren Verletzungen oder als Gewebekleber bei Operationen. Über 80 % aller Menschen im Land sind mindestens einmal in ihrem Leben auf plasmabasierte Medikamente angewiesen. Für tausende Patienten mit seltenen Erkrankungen in Österreich sind plasmabasierte Therapien die einzige Behandlungsoption. Karin Modl, Obfrau des Vereins ÖSPID, richtet einen dringenden Appell an alle potenziellen SpenderInnen: „Der Rückgang des Spendenvolumens hat für Menschen, die auf plasmabasierte Therapien angewiesen sind, eine folgenschwere Wirkung. Plasma ist unser Lebenselixier – ohne diese Therapien wäre ein normales Leben nicht möglich. Ich bitte gerade jetzt, alle potenziellen SpenderInnen, sich die Zeit für eine Plasmaspende zu nehmen. Sie machen damit für viele Menschen einen bedeutenden Unterschied.“

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PT_BioLife-Aufruf_02022021[1].pdf
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Januar 2021 // Das Jahr beginnt mit sehr guten Nachrichten für Patienten mit einem primären Immundefekt! Prof. Dr. Wolf von der Immunologischen Tagesklinik Wien erhielt die Bestätigung, dass er gegen COVID-19 impfen darf. Die Bestellung des Impfstoffes ist erfolgt. Bei Interesse und unabhängig davon, ob Sie in Wien gemeldet sind oder nicht, wenden Sie sich bitte direkt an Prof. Dr. Wolf unter der Telefonnummer: Wien 01/403 14 50 10.